Havaneser vom Wolfsanger

Silke hatte bereits eine Hündin aus dem Tierschutz, die bei ihrem Fortgang eine große Lücke hinterließ. Noch heute, Jahre später, spricht sie mit Madita darüber, dass "Lady" im Himmel auf einer grünen Wiese schmerzfrei und unbeschwert herumspringt.
 
Heiko hatte sich dem Gedanken an einen Hund lange Zeit entschlossen verweigert... der macht Dreck, die Haare fliegen rum, man ist gebunden, die schönen Urlaube in der Sonne... Aber Silke und Madita waren hartnäckig und in der Überzahl. Heikos Argumente ließen sich entkräften und, nachdem er an einem Sonntag morgen beim Anblick eines Westie-Welpen noch immer ausrief „mir kommt kein Hund ins Haus!!!“, bekam Silke Montag morgen plötzlich eine E-Mail mit Züchter-Adressen in der Umgebung von ihm... was wollte der Autor damit sagen??? „Wir können ja mal gucken... aber nur gucken!“. Silke wusste, dass er in diesem Moment verloren bzw. so viel dazu gewonnen hatte... ;-) Es wurde also „geguckt“, ein Westie sollte es sein. Gott sei Dank haben wir aber auch in unseren Bebauungsplan geschaut, in dem nämlich drin steht, dass wir keinen Zaun um unser Grundstück errichten dürfen. Also mussten wir uns schweren Herzens gegen einen Terrier entscheiden und eine Rasse suchen, bei der der Jagdtrieb nicht so ausgeprägt ist. Haaren durfte das neue Familienmitglied auch nicht, was es nicht gerade leichter machte. Zu groß sollte er auch nicht sein, dafür aber anpassungsfähig. Wir stießen schließlich auf die Havaneser und es war um uns geschehen...
 
Auf der Suche nach einem Welpen landeten wir bei der Zucht von Martina Quolke („from the Happy Puppy Tower“), einer kleinen Hobbyzucht, in der es um die Hunde und nicht ums Vermehren geht, in der alle Hündinnen in der Familie leben und auch dort bleiben dürfen, auch wenn sie zu alt zur Zucht werden. Nach einem kurzen Telefongespräch durften wir die Hunde-Schar in Ratingen besuchen kommen. Zu dem Zeitpunkt war uns noch nicht klar, dass wir dies bis zum Abholtermin jedes Wochenende machen würden. Wir wurden herzlich willkommen geheißen und freundlich aufgenommen und durften (wir hatten vorsorglich ein Hotel gebucht) am nächsten Tag natürlich nochmal wiederkommen. Mit diesem Ablauf verbrachten wir fortan jedes Wochenende... Ende Juli war es dann endlich so weit, unsere kleine Jolly durfte zu uns ziehen! Seit dem ist sie fester Bestandteil unserer Familie und hat uns (und vor allem Heiko) ordentlich auf den Kopf gestellt. Noch heute sitzt er mit „seiner“ Jolly auf dem Schoß auf dem Sofa, streichelt sie liebevoll und sagt „eigentlich wollte ich ja gar keinen Hund...“ ;-)